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Die Autorin beginnt mit einer Darstellung des Nordatlantikverkehrs in den Jahren um die vorige Jahrhundertwende. Er war von heftigem Konkurrenzkampf großer international tätiger Reedereien um das zahlungskräftige, schon damals überwiegend aus den USA stammende Erster-Klasse-Publikum wie um die Auswanderermassen, die von Europa nach Nordamerika strömten. Die Marketingstrategien der Konkurrenten setzten unterschiedliche Schwerpunkte: Geschwindigkeit, Luxus, Sicherheit, Prestige – das waren entscheidende Kriterien. Betriebswirtschaftlich kam auch schon damals – man befeuerte die Kessel der „Dampfer“ noch mit Kohle – der Treibstoffverbrauch hinzu. Koldau beschreibt den Entwurf der Olympic-Klasse der White Star Line, der auch die „Titanic“ angehörte, ihre Drei-Klassen-Gliederung nicht nur der Unterkünfte der Passagiere sondern auch von deren sozialer Schichtung. Sie setzt sich mit behaupteten Materialfehlern beim Bau des Schiffes auseinander, von denen wohl nur die Kalt-Nietung der Außenhaut wirklich zu beanstanden war. Schon vor dem Ablegen der „Titanic“ in Southampton gab es warnende Vorzeichen: Ein Bergarbeiterstreik hatte zu Kohleknappheit aller Schiffe geführt, die Wetterlage im Eisberggebiet an die Neufundland-Bank war besonders ungünstig, die umstrittene Route war mehr auf Geschwindigkeit als auf Sicherheit gewählt worden, schon im Hafen kam es zu einer Fast-Kollision mit einem anderen Schiff. |